Im Nachhinein ist man immer schlauer. Rückblickend sagt Gerhard Schröder (69): „Da hätte ich schon stutzig werden können.“ Er ist nach eigenen Angaben Opfer eines Trickbetrugs geworden. „Tatort“ war bereits am Mittwoch (22.7.) gegen 15 Uhr der Parkplatz vor einem Lebensmittel-Discounter an der Dortmunder Straße in Witten
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Das Ganze ist passiert, als Gerhard Schröder – übrigens weder verwandt noch verschwägert mit dem gleichnamigen Altkanzler – bereits im Auto saß. Auf einmal öffnete ein Mann die Tür auf der Beifahrerseite und lehnte sich zu ihm in den Wagen. Der 69-Jährige ärgert sich im Nachhinein, dass ihm das Verhalten nicht komisch vorkam.
Auf Parkplatz in Witten: Unbekannter stiehlt unbemerkt Bargeld
„Er hat sehr freundlich gefragt, ob ich ihm zwei Euro für den Einkaufswagen wechseln könnte.“ Schröder holte daraufhin hilfsbereit sein Portmonee hervor. Der Mann warf selbst viele 20-Cent-Stücke hinein und erkundigte sich anschließend noch, wo denn die nächste Postfiliale sei. „Ich habe nicht sofort Verdacht geschöpft.“
Erst am nächsten Tag fällt Gerhard Schröder auf, dass die Scheine aus seiner Geldbörse fehlen. Herausgenommen hatte er sie nicht, woanders hingerutscht seien sie auch nicht. „Es ist ärgerlich, dass ich mich so habe übertölpeln lassen.“
69-Jähriger will andere warnen
Der 69-Jährige fährt noch am Donnerstag und Freitag zurück auf den Parkplatz in Witten. Den Mann trifft er aber nicht wieder. Er fängt an, im Internet zu recherchieren. „Ich habe gesehen, dass die Masche bereits bekannt ist.“ Der mutmaßliche Trickbetrüger müsse wohl bei dem Vorgang seine Hand über die Geldbörse gehalten und die Scheine unbemerkt hinausgenommen haben. „Das war schon gut gemacht.“
Schröder informierte die Polizei. Er habe aber keine Anzeige erstattet. „Das lohnt sich nicht.“ Der entstandene Schaden sei mit etwa 30 bis 40 Euro noch gering. Aber das Gefühl, betrogen worden zu sein, wiegt trotzdem schwer. Der 69-Jährige hat sich deshalb an die Redaktion gewandt. „Es geht mir darum, andere zu informieren und zu schützen.“
